Lexikon
Zellulosedämmung
Zellulosedämmung ist ein Dämmstoff aus zerfasertem Altpapier, der meist als lockere Einblasdämmung in Hohlräume von Decken, Dächern und Wänden maschinell eingebracht wird, wobei Zusätze wie Brandschutzmittel zur Rezeptur gehören und die Eigenschaften des Produkts bestimmen.

Zellulosedämmung entsteht aus zerfasertem Altpapier. Sie wird meist als Einblasdämmung in Hohlräume von Decken, Dächern und Wänden eingebracht. Zusätze wie Brandschutzmittel gehören zur Rezeptur. Zellulose zählt zu den Naturdämmstoffen. Die Kennwerte des konkreten Produkts stehen im Herstellerdatenblatt, Stand 21.10.2026. Der Dämmstoff gilt als Naturdämmstoff, wenn der Rohstoff aus Altpapier stammt. Die Einblasdichte und die Zusätze sind im Datenblatt angegeben, die Verarbeitung erfolgt durch einen Fachbetrieb.
Was ist Zellulosedämmung genau?
Zellulosedämmung besteht aus Papierfasern, die aus Altpapier gewonnen werden. Das Papier wird zerkleinert, zerfasert und mit Zusätzen versehen. Das Ergebnis ist ein lockerer Dämmstoff, der sich in Hohlräume einblasen lässt.
Die Einblasdämmung füllt Zwischenräume ohne Fugen aus. Das Material passt sich unregelmäßigen Hohlräumen an. Bei Dachschrägen und Decken mit Installationen ist dieser Vorteil für die Verarbeitung deutlich.
Zellulose gibt es zusätzlich als Platte. Die Plattenform eignet sich für Wände und Dachflächen, bei denen eine feste Dämmschicht gefordert ist. Die Wahl der Form richtet sich nach Bauteil und Einbausituation.
Wodurch unterscheidet sich Zellulosedämmung von Holzfaserdämmung?
Zellulosedämmung entsteht aus Altpapier, Holzfaserdämmung aus Holzresten. Beide Dämmstoffe gehören zu den Naturdämmstoffen. Der Rohstoff bestimmt Herkunft, Verarbeitung und die Zusätze im Produkt.
Holzfaserdämmung bindet die Fasern im Nassverfahren über das holzeigene Lignin. Zellulosedämmung erhält ihre Eigenschaften aus den Zusätzen der Rezeptur. Diese Zusätze unterscheiden sich von Hersteller zu Hersteller und sind im Datenblatt zu prüfen.
Holzfaserplatten geben im Datenblatt eine Diffusionswiderstandszahl µ von 5 an. Ob Zellulose einen ähnlichen Wert erreicht, hängt von Dichte und Rezeptur ab. Die Angaben jedes Herstellers sind deshalb getrennt zu prüfen.
Welches Beispiel zeigt Zellulosedämmung?
Ein typischer Einsatzfall ist die Einblasdämmung einer Zwischensparrenlage im Dach. Das Material füllt den Hohlraum ohne Fugen aus, wenn die Einblasöffnung sauber geplant ist. Die Einblasdämmung ist dabei eine Verarbeitung, die ein Fachbetrieb mit Gerät ausführt.
Ein Vergleich mit Holzfaserplatten zeigt den Unterschied der Form. Die Platte ergibt eine feste Schicht, die Schüttung oder Einblasdämmung ergibt eine lockere, angepasste Füllung.
Welche Begriffe gehören zu Zellulosedämmung?
- Altpapier bildet den Rohstoff der Zellulosedämmung.
- Einblasdämmung füllt Hohlräume mit lockerem Material aus.
- Brandschutzmittel verbessern das Brandverhalten des Produkts.
- Naturdämmstoff stammt aus nachwachsenden oder mineralischen Rohstoffen.
- Diffusionsoffenheit beschreibt die Durchlässigkeit für Wasserdampf.
- Holzfaserdämmung ergänzt die Naturdämmstoffe als Platte.
Häufige Fragen zu Zellulosedämmung
Woraus besteht Zellulosedämmung?
Zellulosedämmung besteht aus zerfasertem Altpapier, das mit Zusätzen versehen wird. Zu den Zusätzen zählen Brandschutzmittel. Die genaue Rezeptur steht im Datenblatt des Herstellers und bestimmt die Eigenschaften des Produkts. Zellulose ist damit ein Produkt, dessen Werte je Hersteller variieren.
Wie wird Zellulosedämmung eingebaut?
Zellulosedämmung wird meist eingeblasen, weil sie sich an Hohlräume anpasst. Alternativ gibt es Platten für feste Schichten. Die Verarbeitung führt ein Fachbetrieb mit geeignetem Gerät aus, damit der Hohlraum vollständig gefüllt wird. Die Dichte der Füllung wird im Datenblatt angegeben.
Die Angaben zur Zellulosedämmung beschreiben allgemeine Orientierung. Brandverhalten, Wärmeleitfähigkeit und Einbauvorgaben stehen im Datenblatt des konkreten Produkts. Für die Planung eines Dämmaufbaus ist ein Fachbetrieb oder Energieberater zu beauftragen, damit Feuchte und Brandschutz geprüft werden. Die Einblastechnik verlangt geeignete Geräte und Erfahrung.
Weiterführende Informationen bieten der Pillar Natürlich bauen: Holzbau, Lehm und Naturdämmstoffe, das Glossar zu Hanfdämmung und der Ratgeber Holzfaserdämmung: Eigenschaften, Einsatz und Grenzen.
Häufige Fragen
Woraus besteht Zellulosedämmung?
Zellulosedämmung besteht aus zerfasertem Altpapier, das mit Zusätzen versehen wird. Zu den Zusätzen zählen Brandschutzmittel. Die genaue Rezeptur steht im Datenblatt des Herstellers und bestimmt die Eigenschaften des Produkts. Zellulose ist damit ein Produkt, dessen Werte je Hersteller variieren.
Wie wird Zellulosedämmung eingebaut?
Zellulosedämmung wird meist eingeblasen, weil sie sich an Hohlräume anpasst. Alternativ gibt es Platten für feste Schichten. Die Verarbeitung führt ein Fachbetrieb mit geeignetem Gerät aus, damit der Hohlraum vollständig gefüllt wird. Die Dichte der Füllung wird im Datenblatt angegeben.
Anwendungs- und Schutzhinweise sind allgemeine Orientierung; bei Holzschutzmitteln gelten Produktangaben und Sicherheitsdatenblätter, bei statischen Fragen ein Fachbetrieb.