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Holzarten im Überblick: Eigenschaften, Herkunft und Verwendung

Holzarten unterscheiden sich in Holztyp, Rohdichte von etwa 200 bis 1.200 kg/m³, Dauerhaftigkeit, Farbe und Herkunft; dieses Portal führt 133 Holzarten mit wissenschaftlichem Namen, Verwendung und Schutzstatus aus offenen Wikidata-Daten, Stand 21.10.2026, samt Anleitung zur Bestimmung nach Holztyp, Farbe, Struktur und Gewicht.

Holzarten im Überblick: Eigenschaften, Herkunft und Verwendung
Kurzantwort

Holzarten gliedern sich nach Holztyp (Laubholz, Nadelholz), Rohdichte und Dauerhaftigkeit. Die Rohdichte liegt bei 12 % Holzfeuchte zwischen etwa 200 und 1.200 kg/m³, Eiche erreicht etwa 670 kg/m³ (Wikipedia Holz, Abruf 21.10.2026). Das Portal führt 133 Holzarten mit wissenschaftlichem Namen, Verwendung und Schutzstatus (Wikidata, Stand 21.10.2026). Die Verwendung entscheidet über die Wahl: Außenbereich verlangt dauerhaftes Kernholz, Innenräume verlangen gleichmäßige Maserung.

Welche Merkmale unterscheiden Holzarten?

Holzarten unterscheiden sich in Holztyp, Rohdichte, Dauerhaftigkeit, Farbe und Herkunft. Der Holztyp trennt Laubholz von Nadelholz, die Rohdichte bestimmt Gewicht und Festigkeit, die Dauerhaftigkeit entscheidet über den Einsatz im Außenbereich.

Der Holztyp ist das erste Merkmal bei der Bestimmung. Laubholz stammt von Bedecktsamern wie Eiche, Buche und Walnuss. Nadelholz stammt von Koniferen wie Fichte, Kiefer, Lärche und Douglasie. Die Begriffe Hartholz und Weichholz beschreiben dagegen die Härte und sind nicht deckungsgleich mit Laub- und Nadelholz.

Aufbau und Farbe liefern die nächsten Hinweise. Der Stamm gliedert sich in Splintholz außen und Kernholz innen. Das Splintholz nimmt am Wasser- und Nährstofftransport teil, das Kernholz unterscheidet sich vor allem in Durchlässigkeit und Dauerhaftigkeit (Wikipedia Holz, Abruf 21.10.2026). Jede Jahresring-Folge und jede Maserung zeigt, wie der Baum gewachsen ist.

Wie dicht und schwer ist Holz?

Die Rohdichte von Holz liegt bei 12 % Holzfeuchte je nach Holzart zwischen etwa 200 und 1.200 kg/m³. Eiche erreicht etwa 670 kg/m³, frisch geschlagen rund 1.000 kg/m³ (Wikipedia Holz, Abruf 21.10.2026).

Die Rohdichte misst die Masse je Volumen bei einer bestimmten Holzfeuchte. Die Darrdichte bezieht sich dagegen auf völlig trockenes Holz. Der Unterschied erklärt, warum frisches Eichenholz mit rund 1.000 kg/m³ schwerer ist als lufttrockenes mit etwa 670 kg/m³: Das Wasser in den Zellen trägt zur Masse bei.

Die Reindichte der darrtrockenen Zellwand ist weitgehend holzartunabhängig und beträgt etwa 1.500 kg/m³ (Wikipedia Holz, Abruf 21.10.2026). Unterschiede zwischen leichten und schweren Hölzern entstehen deshalb durch den Anteil der Hohlräume, nicht durch eine andere Zellwandsubstanz. Wer Holzarten vergleicht, vergleicht also vor allem Porosität.

Tropenholz liegt häufig im oberen Bereich. Bangkirai (Shorea laevis) erreicht eine Rohdichte von etwa 800 bis 975 kg/m³ und damit 20 bis 40 % mehr als Eiche (Wikipedia Bangkirai, Abruf 21.10.2026). Rohdichten weiterer Arten nennt dieses Portal nur, wenn eine Quelle sie belegt.

Welche Holzarten gibt es im Datenbestand?

Der Datenbestand dieses Portals umfasst 133 Holzarten aus Wikidata. Bei 61 Arten ist der Holztyp zugeordnet: 44 sind Laubhölzer, 17 sind Nadelhölzer (Wikidata, CC0, Stand 21.10.2026).

Jede Art trägt einen wissenschaftlichen Namen und die Verwendung laut Wikidata, etwa Holz, Baustoff, Brennholz oder Aufforstung. Die Einträge sind unter Holzarten alphabetisch abrufbar. Die Chinesische Douglasie (Pseudotsuga sinensis) steht dort neben dem Ginkgo (Ginkgo biloba) und der Echten Walnuss, jeweils mit eigenem Datenblatt.

Holzarten im Datenbestand nach Holztyp, Quelle: Wikidata (CC0), Stand 21.10.2026
HolztypAnzahl ArtenBeispiele
Laubholz44Echte Walnuss, Ginkgo, Chinesische Ulme
Nadelholz17Goldlärche, Himalaya-Zeder, Sicheltanne
Ohne Zuordnung72Arten mit unvollständigen Daten

Die Zuordnung des Holztyps ist aus der Pflanzenfamilie abgeleitet: Koniferenfamilien gelten als Nadelholz, Bedecktsamer als Laubholz. Arten ohne Familienangabe bleiben ohne Typ.

Wie wird der Schutzstatus einer Holzart eingeordnet?

Der Schutzstatus stammt aus der Roten Liste der IUCN. Von 94 Arten mit Angabe gelten 77 als nicht gefährdet, 6 als potenziell gefährdet, 4 als gefährdet und 4 als stark gefährdet (Wikidata, Stand 21.10.2026).

Stark gefährdet sind laut Datenbestand Ginkgo (Ginkgo biloba), Narrabaum (Pterocarpus indicus), Teakbaum (Tectona grandis) und Urweltmammutbaum (Metasequoia glyptostroboides). Der Status bezieht sich auf Wildbestände. Teak aus Plantagen stammt aus Anbauflächen, deren Ernte nach 18 bis 25 Jahren erfolgt, während Naturbestände 60 bis über 100 Jahre brauchen (Wikipedia Teak, Abruf 21.10.2026).

Der Schutzstatus sagt nichts über die Qualität des Holzes aus. Er hilft bei der Herkunftsfrage: Zertifikate wie das FSC-Zertifikat und das PEFC-Siegel belegen die Bewirtschaftung, die Seite Nachhaltigkeit und Herkunft: Holz verantwortungsvoll einkaufen erklärt die Unterschiede.

Welche Holzart passt zu welcher Verwendung?

Die Verwendung bestimmt die Holzart: Außenbereich verlangt dauerhaftes Kernholz, Möbel verlangen gleichmäßige Maserung, Konstruktionen verlangen Festigkeit und Maßhaltigkeit. Jede Verwendung gewichtet die Merkmale anders.

Im Außenbereich zählt die Dauerhaftigkeitsklasse nach DIN EN 350. Robinie erreicht als adultes Kernholz Klasse 1 bis 2, Eichenkernholz liegt unter realistischen Einbaubedingungen eher bei Klasse 4 (Wikipedia Dauerhaftigkeitsklasse, Abruf 21.10.2026). Bangkirai-Kernholz liegt in Klasse 2 (Wikipedia Bangkirai, Abruf 21.10.2026). Die Details stehen im Ratgeber Bangkirai für die Terrasse: Eigenschaften, Herkunft und Alternativen.

Die Europäische Lärche ist eines der schwersten und härtesten europäischen Nadelhölzer und wurde 2012 in Deutschland zum Baum des Jahres gewählt (Wikipedia Europäische Lärche, Abruf 21.10.2026). Teak hat sehr dauerhaftes, öliges Kernholz, das sich schwer verkleben und lackieren lässt (Wikipedia Teak, Abruf 21.10.2026). Für den Innenraum liefert der Ratgeber Massivholzmöbel pflegen und kaufen: Holzart, Verarbeitung, Oberfläche die Auswahlkriterien.

Im Bauwesen kommen Fichte, Tanne, Kiefer, Lärche und Douglasie als Konstruktionsvollholz zum Einsatz (Wikipedia Konstruktionsvollholz, Abruf 21.10.2026). Das Thema vertieft die Seite Natürlich bauen: Holzbau, Lehm und Naturdämmstoffe.

Wie bestimmen Sie eine Holzart in 4 Schritten?

Die 4-Schritte-Prüfung bestimmt Holzarten über Holztyp, Farbe, Struktur und Gewicht. Jeder Schritt schließt Gruppen aus, bis wenige Kandidaten übrig bleiben.

Schritt 1, Holztyp: Hirnholz und Blattreste zeigen, ob Laubholz oder Nadelholz vorliegt. Nadelhölzer führen häufig Harzkanäle, Laubhölzer zeigen offene Poren. Schritt 2, Farbe: Kern und Splint unterscheiden sich bei den meisten Arten sichtbar, frische Schnittflächen zeigen die Naturfarbe, Altholz ist durch Vergrauung verfälscht.

Schritt 3, Struktur: Die Breite der Jahresring-Zonen und die Maserung grenzen die Auswahl ein. Schritt 4, Gewicht: Ein Handstück gleicher Größe vermittelt die relative Rohdichte. Die Erweiterung mit Beispielen liefert der Ratgeber Holzarten bestimmen und vergleichen: Merkmale, Dichte und Einsatz.

Checkliste Holzbestimmung
  • Notieren Sie Fundort und Verwendung des Holzstücks
  • Prüfen Sie Hirnholz mit Lupe auf Poren oder Harzkanäle
  • Vergleichen Sie Kern- und Splintholz in der Farbe
  • Wiegen Sie ein Handstück und schätzen Sie die Rohdichte relativ
  • Gleichen Sie die Ergebnisse mit dem Datenblatt unter Holzarten ab

Wie verändern Jahreszeiten und Feuchte das Holz?

Holz wächst in Jahresringen: Ruhephase von November bis Februar, Frühholz von Mai bis Juli, Spätholz von August bis Oktober (Wikipedia Holz, Abruf 21.10.2026). Nach dem Einschlag arbeitet Holz mit der Holzfeuchte.

Normalfeuchte in beheizten Innenräumen beträgt etwa 12 % (Wikipedia Holz, Abruf 21.10.2026). Unterhalb der Fasersättigung von etwa 24 bis 32 % schwindet das Holz, oberhalb quillt es nicht weiter (Wikipedia Holzfeuchte, Abruf 21.10.2026). Das Verhalten heißt Quellen und Schwinden und trifft jede Holzart, je nach Dichte unterschiedlich stark.

Für die Praxis ergibt sich: Holz für den Innenausbau trocknen Sie auf die Raumfeuchte, Holz für den Außenbereich rechnen Sie mit Fugen für das Arbeiten ein. Die Messung beschreibt die Seite Holzprobleme lösen: Holzwurm, Feuchte, Vergrauung und Risse.

Hinweis

Allgemeine Information zu Holzarten. Rohdichte, Härte und Dauerhaftigkeit streuen innerhalb einer Art je nach Standort und Wuchs. Für Konstruktionen mit Tragfunktion gelten die Angaben der Produktnorm und des Lieferanten. Statische Fragen beantwortet ein Fachbetrieb oder ein Tragwerksplaner.

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Die folgenden Ratgeber und Lexikon-Begriffe vertiefen jeden Abschnitt dieser Seite.

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Häufige Fragen

Was ist der Unterschied zwischen Hartholz und Laubholz?

Laubholz bezeichnet den Baumtyp, Hartholz die Härte. Beide Begriffe überschneiden sich, sind aber nicht gleich: Es gibt weiche Laubhölzer wie Weide und harte Nadelhölzer wie die Europäische Lärche. Maßgeblich ist die Härte der Art.

Wie viel wiegt Holz je Kubikmeter?

Die Rohdichte von Holz liegt bei 12 % Holzfeuchte zwischen etwa 200 und 1.200 kg/m³. Eiche erreicht etwa 670 kg/m³ (Wikipedia Holz, Abruf 21.10.2026). Das Datenblatt der jeweiligen Art nennt weitere Werte nur mit Quelle.

Welche Holzarten sind in Deutschland heimisch?

Die Bundeswaldinventur 2022 nennt Fichte mit 20,9 %, Buche mit 16,6 % und Eiche mit 11,5 % der Waldfläche als häufigste Baumarten neben der Kiefer mit 2,4 Mio. ha (Thünen-Institut, Stand 08.10.2024).

Ist Tropenholz automatisch bedenklich?

Tropenholz ist nicht automatisch bedenklich. Entscheidend sind Herkunft und Zertifizierung. Bei Bangkirai ist FSC-zertifizierte Ware selten, Einschlag aus nicht nachhaltiger Quelle lässt sich nicht ausschließen (Wikipedia Bangkirai, Abruf 21.10.2026).

Quellen

Wikipedia Holz, Wikipedia Bangkirai, Wikipedia Teak, Wikipedia Europäische Lärche, Wikipedia Dauerhaftigkeitsklasse, Wikipedia Holzfeuchte, Wikipedia Konstruktionsvollholz (jeweils Abruf 21.10.2026); Wikidata, CC0, Stand 21.10.2026; Thünen-Institut, Bundeswaldinventur 2022, Stand 08.10.2024. Stand dieser Seite: 21.10.2026.

Häufige Fragen

Was ist der Unterschied zwischen Hartholz und Laubholz?

Laubholz bezeichnet den Baumtyp, Hartholz die Härte. Beide Begriffe überschneiden sich, sind aber nicht gleich: Es gibt weiche Laubhölzer wie Weide und harte Nadelhölzer wie die Europäische Lärche. Maßgeblich ist die Härte der Art.

Wie viel wiegt Holz je Kubikmeter?

Die Rohdichte von Holz liegt bei 12 % Holzfeuchte zwischen etwa 200 und 1.200 kg/m³. Eiche erreicht etwa 670 kg/m³ (Wikipedia Holz, Abruf 21.10.2026). Das Datenblatt der jeweiligen Art nennt weitere Werte nur mit Quelle.

Welche Holzarten sind in Deutschland heimisch?

Die Bundeswaldinventur 2022 nennt Fichte mit 20,9 %, Buche mit 16,6 % und Eiche mit 11,5 % der Waldfläche als häufigste Baumarten neben der Kiefer mit 2,4 Mio. ha (Thünen-Institut, Stand 08.10.2024).

Ist Tropenholz automatisch bedenklich?

Tropenholz ist nicht automatisch bedenklich. Entscheidend sind Herkunft und Zertifizierung. Bei Bangkirai ist FSC-zertifizierte Ware selten, Einschlag aus nicht nachhaltiger Quelle lässt sich nicht ausschließen (Wikipedia Bangkirai, Abruf 21.10.2026).