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Lexikon

Diffusionsoffenheit

Diffusionsoffenheit beschreibt die Eigenschaft eines Bauteils oder Baustoffs, Wasserdampf hindurchzulassen, und wird über die Diffusionswiderstandszahl µ gekennzeichnet, wobei ein niedriger Wert eine offene Schicht anzeigt, während ein hoher Wert eine dichte Schicht bezeichnet, die den Wasserdampf stark bremst.

Diffusionsoffenheit
Kurzantwort

Diffusionsoffenheit beschreibt, wie gut ein Baustoff Wasserdampf durchlässt. Die Diffusionswiderstandszahl µ kennzeichnet diese Eigenschaft. Eine Holzfaserdämmplatte nennt im Herstellerdatenblatt STEICO therm einen Wert von µ = 5. Lehmputz kann laut Wikipedia Lehmputz bis zu neunmal mehr Feuchte aufnehmen als Gipsputz. Quellen: STEICO Datenblatt und Wikipedia Lehmputz, Stand 21.10.2026. Die Schichtreihenfolge im Aufbau bestimmt, wo Feuchte kondensiert oder abgeführt wird. Holzfaserdämmung mit µ von 5 gilt damit als offen.

Was bedeutet Diffusionsoffenheit genau?

Diffusion beschreibt den Transport von Wasserdampf durch einen Stoff. Der Wasserdampf wandert vom Ort mit höherem Dampfdruck zum Ort mit niedrigerem Dampfdruck. Im Bauteil betrifft das vor allem den Übergang von warmer Innenluft zur kälteren Außenseite.

Ein Bauteil gilt als diffusionsoffen, wenn es Wasserdampf ohne großen Widerstand passieren lässt. Die Diffusionswiderstandszahl µ gibt den Widerstand gegenüber der Luft an. Je niedriger der Wert, desto offener ist die Schicht.

Die Diffusionsoffenheit ist eine Eigenschaft der einzelnen Schicht und des gesamten Aufbaus. Ein einzelner offener Baustoff reicht nicht, wenn eine dichte Schicht im Aufbau sitzt. Die Reihenfolge der Schichten entscheidet über den Feuchteverlauf.

Wodurch unterscheidet sich Diffusionsoffenheit von Dampfdichtheit?

Diffusionsoffenheit bedeutet, dass Wasserdampf durch eine Schicht wandert. Dampfdichtheit bedeutet, dass eine Schicht den Durchgang stark bremst oder verhindert. Beide Begriffe beschreiben Pole auf einer Skala des Dampfwiderstands.

Eine Holzfaserdämmplatte mit µ von 5 gilt als offen. Ein Anstrich mit Dispersionsfarbe kann die Diffusionsoffenheit einer Lehmwand deutlich senken. Laut Wikipedia Lehmputz sperren Dispersionsfarben die Feuchteaufnahme. Quelle: Wikipedia Lehmputz, Stand 21.10.2026.

Die Unterscheidung hilft bei der Auswahl von Anstrichen, Dämmstoffen und Dampfbremsen. Jede Schicht erhält einen Platz im Aufbau, abhängig von ihrer Funktion für Feuchte und Wärme.

Welches Beispiel zeigt Diffusionsoffenheit?

Lehmputz nimmt Feuchte aus der Raumluft auf und gibt sie wieder ab. Bei diffusionsoffenen Anstrichen bleibt diese Pufferung erhalten. Dispersionsfarben sperren die Feuchteaufnahme, daher verlangt Lehmputz diffusionsoffene Anstriche. Quelle: Wikipedia Lehmputz, Stand 21.10.2026.

Die Holzfaserplatte mit µ von 5 zeigt, wie ein Dämmstoff Wasserdampf nach außen führt. Der Wert stammt aus dem Herstellerdatenblatt und gilt nur für das Produkt. Quelle: STEICO Datenblatt, Stand 21.10.2026.

Welche Begriffe gehören zu Diffusionsoffenheit?

  • Diffusionswiderstandszahl beschreibt den Widerstand eines Stoffes gegen Wasserdampf.
  • Dampfbremse bildet eine Schicht mit höherem Widerstand im Aufbau.
  • Lehmputz nimmt Feuchte aus der Raumluft auf und gibt sie ab.
  • Dispersionsfarbe sperrt die Feuchteaufnahme eines Lehmputzes.
  • Holzfaserdämmung führt Wasserdampf durch die Platte nach außen.
  • Naturbaustoff stammt aus nachwachsenden oder mineralischen Rohstoffen.

Häufige Fragen zu Diffusionsoffenheit

Was zeigt die Diffusionswiderstandszahl µ an?

Die Diffusionswiderstandszahl µ zeigt, wie stark ein Stoff den Durchgang von Wasserdampf bremst. Ein niedriger Wert bedeutet eine offene Schicht. Eine Holzfaserdämmplatte nennt im Datenblatt von STEICO einen Wert von 5. Der Wert gilt nur für dieses Produkt und sein Datenblatt.

Wie beeinflusst ein Anstrich die Diffusionsoffenheit?

Ein Anstrich bestimmt, wie viel Wasserdampf die Wandoberfläche passieren lässt. Dispersionsfarben sperren laut Wikipedia Lehmputz die Feuchteaufnahme. Diffusionsoffene Anstriche erhalten die Pufferwirkung des Lehmputzes. Der Anstrich wird vor dem Aufbau im Datenblatt des Herstellers geprüft.

Hinweis

Die Angaben zur Diffusionsoffenheit beschreiben allgemeine Orientierung. Die Werte eines Produkts stehen im Datenblatt des Herstellers. Der Feuchteschutz eines Bauteils wird im Gesamtaufbau berechnet. Dafür ist ein Fachbetrieb oder Bauphysiker zu beauftragen, bevor Schichten verändert werden. Die Planung des Feuchteschutzes übernimmt bei Bestandsgebäuden ein Fachbetrieb.

Weiterführende Informationen bieten der Pillar Natürlich bauen: Holzbau, Lehm und Naturdämmstoffe, das Glossar zu Lehmputz und der Ratgeber Lehmputz innen verarbeiten: Untergrund, Auftrag und Raumklima.

Häufige Fragen

Was zeigt die Diffusionswiderstandszahl µ an?

Die Diffusionswiderstandszahl µ zeigt, wie stark ein Stoff den Durchgang von Wasserdampf bremst. Ein niedriger Wert bedeutet eine offene Schicht. Eine Holzfaserdämmplatte nennt im Datenblatt von STEICO einen Wert von 5. Der Wert gilt nur für dieses Produkt und sein Datenblatt.

Wie beeinflusst ein Anstrich die Diffusionsoffenheit?

Ein Anstrich bestimmt, wie viel Wasserdampf die Wandoberfläche passieren lässt. Dispersionsfarben sperren laut Wikipedia Lehmputz die Feuchteaufnahme. Diffusionsoffene Anstriche erhalten die Pufferwirkung des Lehmputzes. Der Anstrich wird vor dem Aufbau im Datenblatt des Herstellers geprüft.

Hinweis

Anwendungs- und Schutzhinweise sind allgemeine Orientierung; bei Holzschutzmitteln gelten Produktangaben und Sicherheitsdatenblätter, bei statischen Fragen ein Fachbetrieb.

Verwandte Begriffe