Zum Inhalt springen
HNHolz Natürlich

Lexikon

Lehmputz

Lehmputz ist ein Innenputz aus Lehm, Sand und gegebenenfalls Fasern, der Feuchte aus der Raumluft aufnimmt und wieder abgibt und dadurch das Raumklima beeinflusst, wobei er bis zu neunmal mehr Feuchte aufnehmen kann als Gipsputz.

Lehmputz
Kurzantwort

Lehmputz ist ein Innenputz auf Lehmbasis. Er kann laut Wikipedia Lehmputz bis zu neunmal mehr Feuchte aufnehmen als Gipsputz. Der Grundputz liegt bei 5 bis 40 mm Schichtdicke, üblich sind 12 bis 15 mm. Die Grenzwerte für Lehmputz regeln die Normen DIN 18946 und DIN 18947. Quelle: Wikipedia Lehmputz, Stand 21.10.2026. Für die Verarbeitung gelten zusätzlich die Schichtdicken und die Anstrichvorgaben.

Was ist Lehmputz genau?

Lehmputz besteht aus Lehm, Sand und bei Bedarf Fasern. Der Lehm bindet die Mischung, der Sand bildet das Korngerüst. Fasern verringern Risse beim Trocknen, verlängern aber auch die Trockenzeit der Schicht.

Lehmputz wirkt als Feuchtepuffer. Er nimmt Feuchte aus der Raumluft auf, wenn die Luft feucht ist, und gibt sie wieder ab, wenn die Luft trocken wird. Dieser Effekt betrifft vor allem die oberste Schicht des Putzes.

Für das Raumklima ist laut Wikipedia Lehmputz eine Schicht von etwa 10 mm entscheidend. Schichten über 20 mm reagieren zu langsam, um das Raumklima spürbar zu beeinflussen. Quelle: Wikipedia Lehmputz, Stand 21.10.2026.

Wodurch unterscheidet sich Lehmputz von Gipsputz?

Lehmputz nimmt laut Wikipedia Lehmputz bis zu neunmal mehr Feuchte auf als Gipsputz. Gipsputz arbeitet bei der Feuchtepufferung deutlich schwächer und bleibt bei hoher Luftfeuchte weitgehend passiv. Quelle: Wikipedia Lehmputz, Stand 21.10.2026.

Beide Putze lassen sich innen verarbeiten. Der Lehmputz verlangt jedoch diffusionsoffene Anstriche, weil Dispersionsfarben die Feuchteaufnahme sperren. Gipsputz verträgt dagegen einen größeren Bereich an Anstrichen, ohne dass sich die Funktion ändert.

Der Lehmputz eignet sich für Wände in Lehmbauten und Fachwerkhäusern. Gipsputz findet sich häufiger in Trockenbauwänden und Standardbauten. Die Entscheidung hängt von Bauweise, Feuchte und Nutzung ab.

Welches Beispiel zeigt Lehmputz?

Der Grundputz hat laut Wikipedia Lehmputz eine Schichtdicke von 5 bis 40 mm. Üblich sind 12 bis 15 mm. Der Einlagenputz liegt oft bei 7 bis 10 mm, der Feinputz bei bis etwa 5 mm. Quelle: Wikipedia Lehmputz, Stand 21.10.2026.

Ein Aufbau mit 12 bis 15 mm Grundputz und 5 mm Feinputz zeigt die typische Schichtung. Die Feinschicht liegt dabei oben und bestimmt die Oberfläche, während der Grundputz die Hauptmasse aufnimmt.

Welche Begriffe gehören zu Lehmputz?

  • Grundputz bildet die dickste Schicht des Lehmputzaufbaus.
  • Einlagenputz verbindet Grundputz und Feinputz mit einer mittleren Schicht.
  • Feinputz schließt die Oberfläche ab und bestimmt das Finish.
  • Diffusionsoffenheit beschreibt die Fähigkeit eines Stoffes, Wasserdampf durchzulassen.
  • Dispersionsfarbe sperrt die Feuchteaufnahme, wenn sie auf Lehm aufgetragen wird.
  • Faserlehm enthält Fasern, die die Trocknung verlangsamen.

Häufige Fragen zu Lehmputz

Welche Schichtdicke hat Lehmputz im Innenraum?

Der Grundputz liegt laut Wikipedia Lehmputz zwischen 5 und 40 mm, üblich sind 12 bis 15 mm. Die Feinschicht bleibt bei bis etwa 5 mm. Für das Raumklima wirkt vor allem die oberste Schicht von etwa 10 mm.

Welche Anstriche eignen sich für Lehmputz?

Anstriche auf Lehmputz müssen diffusionsoffen sein. Dispersionsfarben sperren die Feuchteaufnahme und verringern damit die Pufferwirkung. Kalk- oder Lehmanstriche erhalten die Funktion des Putzes. Der Anstrich entscheidet damit über die Wirkung des gesamten Putzaufbaus.

Hinweis

Die Angaben zu Lehmputz beschreiben allgemeine Orientierung. Dicke Schichten, schlechte Lüftung oder Kälte erhöhen das Risiko für Schimmel auf organischen Fasern. Bei Wänden mit Feuchteschäden klärt ein Fachbetrieb die Ursache, bevor der Putz aufgetragen wird. Der Putz braucht ausreichende Lüftung während der Trocknung.

Weiterführende Informationen bieten der Pillar Natürlich bauen: Holzbau, Lehm und Naturdämmstoffe, das Glossar zu Diffusionsoffenheit und der Ratgeber Lehmputz innen verarbeiten: Untergrund, Auftrag und Raumklima.

Häufige Fragen

Welche Schichtdicke hat Lehmputz im Innenraum?

Der Grundputz liegt laut Wikipedia Lehmputz zwischen 5 und 40 mm, üblich sind 12 bis 15 mm. Die Feinschicht bleibt bei bis etwa 5 mm. Für das Raumklima wirkt vor allem die oberste Schicht von etwa 10 mm.

Welche Anstriche eignen sich für Lehmputz?

Anstriche auf Lehmputz müssen diffusionsoffen sein. Dispersionsfarben sperren die Feuchteaufnahme und verringern damit die Pufferwirkung. Kalk- oder Lehmanstriche erhalten die Funktion des Putzes. Der Anstrich entscheidet damit über die Wirkung des gesamten Putzaufbaus.

Hinweis

Anwendungs- und Schutzhinweise sind allgemeine Orientierung; bei Holzschutzmitteln gelten Produktangaben und Sicherheitsdatenblätter, bei statischen Fragen ein Fachbetrieb.

Verwandte Begriffe