Lexikon
Holzfäule
Holzfäule ist die Zersetzung des Holzes durch holzzerstörende Pilze, die sich nach DIN EN 335 bei Holzfeuchte oberhalb von etwa 20 % entwickeln und das Holzgefüge schrittweise abbauen, bis das Gefüge zerfällt und tragende Querschnitte betroffen sein können.

Holzfäule entsteht durch holzzerstörende Pilze. Nach DIN EN 335 ist deren Entwicklung bis 20 % Holzfeuchte nicht zu erwarten. Die Gebrauchsklassen nach DIN 68800-1 ordnen Bauteile nach Feuchtebeanspruchung ein. Eine mittlere Holzfeuchte unter 20 % gilt dabei als trocken. Quellen: Wikipedia Holzfeuchte und Baunetzwissen Holz, Stand 21.10.2026. Die Ursache zu finden ist wichtiger als die Oberfläche zu behandeln. Oberflächenmittel allein beseitigen einen Pilzbefall nicht.
Was ist Holzfäule genau?
Holzfäule bezeichnet den Abbau des Holzes durch Pilze. Die Pilze zersetzen die Zellwände und verändern damit Festigkeit und Gefüge. Der Befall beginnt meist an Stellen, an denen Feuchte länger stehen bleibt.
Die Pilze benötigen Feuchte und Sauerstoff. Nach DIN EN 335 entwickeln sich holzzerstörende Pilze bis 20 % Holzfeuchte nicht. Oberhalb dieser Grenze steigt das Risiko deutlich. Quelle: Wikipedia Holzfeuchte, Stand 21.10.2026.
Die Holzfäule betrifft das gesamte Bauteil, wenn die Feuchte dauerhaft hoch bleibt. Kleine Feuchteflecken an Anschlüssen oder unter Abdeckungen zeigen oft den Beginn eines Befalls an.
Wodurch unterscheidet sich Holzfäule von einem Insektenbefall?
Holzfäule entsteht durch Pilze, der Holzwurm und der Hausbock durch Insekten. Die Pilze zersetzen die Holzsubstanz, die Insekten fressen Gänge in das Holz. Beide Schäden verändern das Holz, aber mit unterschiedlichen Merkmalen.
Insekten hinterlassen Fluglöcher und Bohrmehl. Holzfäule zeigt sich durch weiche, brüchige Stellen, Verfärbungen und in späteren Stadien durch Fruchtkörper. Der Holzwurm benötigt mehr als 10 % Holzfeuchte, der Hausbock mindestens etwa 12 %.
Die Feuchte ist bei allen drei Schäden der gemeinsame Faktor. Die Trocknung des Holzes unter die jeweilige Grenze verhindert die Entwicklung. Quellen: Wikipedia Gemeiner Nagekäfer und Wikipedia Hausbock, Stand 21.10.2026.
Welches Beispiel zeigt Holzfäule?
Die Gebrauchsklassen nach DIN 68800-1 zeigen den Zusammenhang zwischen Feuchte und Befall. Die Klasse GK 0/1 gilt für ständig trockenes Holz. GK 4/5 gilt für ständig feuchtes Holz. Die Einstufung legt fest, welcher Schutz nötig ist. Quelle: Baunetzwissen Holz, Stand 21.10.2026.
Ein Bauteil in der Klasse GK 3.2, das häufig feucht ist, braucht konstruktiven Holzschutz. Ohne diese Maßnahme steigt das Risiko eines Pilzbefalls über den Lebenszyklus des Bauteils.
Welche Begriffe gehören zu Holzfäule?
- Holzzerstörender Pilz baut die Zellwände des Holzes ab.
- Gebrauchsklasse ordnet Bauteile nach ihrer Feuchtebeanspruchung ein.
- Holzfeuchte bestimmt, ob Pilze im Holz wachsen können.
- Konstruktiver Holzschutz vermeidet Feuchte durch die Gestaltung des Bauteils.
- Bläuepilz verfärbt das Holz, ohne es als Pilz vollständig zu zersetzen.
- Holzwurm ist ein Insekt, das Gänge im Holz frisst.
Häufige Fragen zu Holzfäule
Ab welcher Holzfeuchte entsteht Holzfäule?
Nach DIN EN 335 ist die Entwicklung holzzerstörender Pilze bis 20 % Holzfeuchte nicht zu erwarten. Oberhalb dieser Grenze steigt das Befallsrisiko. Die Holzfäule entwickelt sich dann über die Zeit, wenn die Feuchte erhalten bleibt. Quelle: Wikipedia Holzfeuchte, Stand 21.10.2026.
Welche Gebrauchsklassen gelten für Holz im Außenbereich?
Die Gebrauchsklassen nach DIN 68800-1 reichen von GK 0/1 für ständig trockenes Holz bis GK 4/5 für ständig feuchtes Holz. Holz im Außenbereich fällt häufig in die feuchteren Klassen. Die Einstufung bestimmt den erforderlichen Schutz. Quelle: Baunetzwissen Holz, Stand 21.10.2026.
Die Angaben zur Holzfäule beschreiben allgemeine Orientierung. Ob ein Bauteil geschädigt ist, bewertet ein Fachbetrieb oder Sachverständiger am Objekt. Tragende Bauteile mit Fäule sind vor Eingriffen fachlich zu prüfen. Chemische Holzschutzmittel unterliegen dem Sicherheitsdatenblatt. Befallene Bauteile werden nicht eigenständig entfernt, ohne den Befund zu klären.
Weiterführende Informationen bieten der Pillar Holzprobleme lösen: Holzwurm, Feuchte, Vergrauung und Risse, das Glossar zu Holzfeuchte und der Ratgeber Holzschutz im Außenbereich: Konstruktiv, chemisch und natürlich.
Häufige Fragen
Ab welcher Holzfeuchte entsteht Holzfäule?
Nach DIN EN 335 ist die Entwicklung holzzerstörender Pilze bis 20 % Holzfeuchte nicht zu erwarten. Oberhalb dieser Grenze steigt das Befallsrisiko. Die Holzfäule entwickelt sich dann über die Zeit, wenn die Feuchte erhalten bleibt. Quelle: Wikipedia Holzfeuchte, Stand 21.10.2026.
Welche Gebrauchsklassen gelten für Holz im Außenbereich?
Die Gebrauchsklassen nach DIN 68800-1 reichen von GK 0/1 für ständig trockenes Holz bis GK 4/5 für ständig feuchtes Holz. Holz im Außenbereich fällt häufig in die feuchteren Klassen. Die Einstufung bestimmt den erforderlichen Schutz. Quelle: Baunetzwissen Holz, Stand 21.10.2026.
Anwendungs- und Schutzhinweise sind allgemeine Orientierung; bei Holzschutzmitteln gelten Produktangaben und Sicherheitsdatenblätter, bei statischen Fragen ein Fachbetrieb.